Zhōngyuán Jié – das Fest der hungrigen Geister

Halloween, ein amerikanisches Fest mit irischen Wurzeln, erfreut sich in einigen Teilen Chinas in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Vor allem die jüngere Generation feiert Halloween besonders gerne, siehe Eingangs-Foto: Schaufenster zu Halloween in Shanghai, Jiading. Weitaus populärer ist unterdessen das „Fest der hungrigen Geister“. Der Aberglaube sagt, dass die Geister während des Geistermonats (chin. 鬼月, guǐ yuè) sehr aktiv sein können. Junge Leute in den Metropolen gestalten sich den Tag eher als gruseliges Kostümfest und weniger als Erinnerung an die Ahnen.

Fest der hungrigen Geister
(Zhōngyuán Jié am 15. Tag des 7. Mondmonats)

Angeblich öffnet sich an diesem Tag die Tür zur Unterwelt und die Geister der Gestorbenen kehren für einen Tag auf die Erde zurück. Jetzt heißt es, die irrlichternden Seelen mild und satt zu stimmen. Draußen Speisen aufzustellen ist dabei unbedingt hilfreich, ebenso Totengeld zu verbrennen und den Weg auszuleuchten. Auch kleine Opern-Aufführungen kommen beim transzendentalen Publikum prächtig an. Ansonsten heißt es, den Tag gelassen anzugehen: keine Umzüge, keinesfalls Hochzeiten, keine tief gehenden Entscheidungen. Bloß nicht! 😉

Fotos: Geister-Schwellen und Zickzack-Brücken gegen Geister und Dämonen

Quelle:
Chinarundreisen: Der Zhongyuan Festtag 2020, der chinesische Geistfesttag

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