Der Panda-Pakt: zwei Bären für den Berliner Zoo

Sie kommen. Am 24.06. sollen sie in Berlin landen: Mengmeng (Träumchen) und Jiao Qing (Schätzchen).

Chinas Panda-Diplomatie

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So wird die neue Panda-Anlage im Zoo Berlin aussehen;  Screenshot Pandablog Zoo Berlin … » weiter lesen

Pandas sind eine politische Angelegenheit: Obwohl die Tiere bereits seit über 8 Millionen Jahren auf dieser Welt zugange sind, hatte bis Anfang des 20. Jahrhunderts nie jemand im Westen je einen lebendigen Bären gesehen. Bis 1916 ging das so, dann kauften Wissenschaftler in China ein Jungtier. … Der Berliner Zoo hatte 1980 letztmalig Pandabären erhalten, nachdem der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt ein Pärchen als Staatsgeschenk überreicht und dem Berliner Zoo gestiftet hatte. Panda-Nachwuchs gab es jedoch nie.

Chinas Sitte, anderen Nationen Pandas zu schenken, ist etliche Jahrhunderte alt und wurde ab den 1950er Jahren stark forciert, wohl weil sich mit den süßen Kerlchen bestens das Image aufpolieren lässt. Und so bekam denn so ziemlich jedes Staatsoberhaupt, das China besuchte, zum Abschied einen lebenden Bären überreicht. Oder auch zwei, wie 1972 der amerikanische Präsident Nixon, der sich mit einem Moschusochsen-Paar revanchierte. 😉  Und da wo die Pandas in den Zoos auftauchten, da strömten die Massen hinein.

Aber schnell wird auch klar: es ist ein kostspieliges Unterfangen. Auch für die beiden Neu-Berliner. Die Kosten betragen nach Angaben des Berliner Zoos umgerechnet rund 920.000 Euro pro Jahr für zwei Tiere mit einer Vertragslaufzeit von 15 Jahren. 70 Prozent des jährlichen Betrages ist für den Artenschutz der Pandas vorgesehen, 20 Prozent der Summe bekommt die Aufzucht-Station im chinesischen Chengdu, zehn Prozent gehen als „Verwaltungskosten auf chinesischer Seite“ in die Rechnung ein. Und was ist, wenn es dieses Mal mit Nachwuchs klappt? Auch das Baby muss zurück in die Heimat der Großen Pandas gebracht werden. Geliehen, heißt das Stichwort, denn während Bao Bao noch ein echtes Geschenk an die Regierung unter Kanzler Helmut Schmidt war, sind alle Tiere, die heute außerhalb Chinas leben, Leih-Pandas. Also auch das angekündigte Pärchen für den Berliner Zoo.

Sie kommen – letzter Feinschliff im Zoo:

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Quellen:
german.china.org: Lieben Sie Pandas? & Screenshot | abgerufen am 25.09.2015
german.China.org: Teure Panda-Diplomatie | abgerufen am 25.09.2015
Scott Forbes: China. Der cool-verrückte Reiseführer, Verlag: National Geographic (26.02.2013), S. 40, 41
Zoo Berlin, Pandablog, Baustellentagebuch (abgerufen am 28.04.2017)
rbb: Mengmeng und Jiao Qing kommen nach Berlin (abgerufen am 18.05.2017)

 

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