TIPP: Wandern auf dem Rücken des Drachens: Jiuwu – Ping’an – Longsheng

Wir acht haben unser großes Reisegepäck in einem kleinen Lebensmittel-Laden am Fuß der Bergkette gelassen, dem Besitzer einen Obolus gezahlt und – sind losgelaufen. Denn in die Dörfer und durch die Reisfelder geht es nur mit dem Pferd. Oder zu Fuß. Der Ausflug wird zwei Tage dauern. Es ist Mitte September und die Hitze gigantisch.

Jiuwu

In einem alten Dorf, in Jiuwu. Die Häuser, in denen einst Ärzte, Bürgermeister und andere Intellektuelle lebten, verfallen. Die meisten sind leer, so dass wir die Tür öffnen. Da erblicken wir nicht nur an den Außentüren Reste von Mao-Bildnissen, sondern auch innen. Schönes altes Dorf-Klo, da kann man schon mal über die Trennwände hinweg mit den „Nachbarn“ plaudern. Jo!  🙂

Ping’an:

Es ist heiß, schwül und wir irgendwie ständig unterwegs. Zuerst in Jiuwu, dann in Ping’an, das wir nur zu Fuß erreichen, weil vor einem Monat ein Stück des Berges abgerutscht war. Da kann man zum Abend schon mal einen Schlangenschnaps gebrauchen, um am nächsten Tag durch die wundervollen Reisfelder von Longsheng zu wandern.

Großer Hit hier: Man hält seine Füße ins Aquarium und lässt sie von kleinen Barschen sauber knabbern.  +++ Zum Abend gibt’s dann: Schlangenschnaps. Eine echte Herausforderung. Denn der schmeckt muffig. Die anderen Schnapssorten, darunter ‚Langes-Leben-Schnaps‘, aber auch. Dafür herrscht in der Kneipe gute Stimmung. 🙂

Kneipenleben in Ping’an | Autor: Axel

Longsheng

Mit ihren Zuckerhutbergen entlang des Li-Flusses ist die Region um Guilin atemberaubend, einmalig und – bei Touristen überaus beliebt. Hier tummeln sie sich alle. Weniger bekannt ist das knapp 80 Kilometer nördlich von Guilin gelegene Longsheng (Longji) in der Provinz Guangxi, vielleicht weil du dir deine Erlebnisse erwandern musst.

Es sind die Reisterrassen an den Berghängen und die darin eingekuschelten Dörfer, die einen Ausflug so empfehlenswert machen. Die Reisterrassen liegen in einer Höhe bis zu 1.100 Metern, die Neigung einiger Terrassen erreichen einen Winkel von 50°. Im Laufe von über 700 Jahren schufen die Bauern ein grandioses und technisch beeindruckendes System von bewässerten Reisfeldern. Auf dem Rücken des Drachen sind es vor allem die Yao, die die Terrassen bestellen. Ihre Frauen kleiden sich gern farbenfroh, bestechen mit aufwändig gefertigtem Silberschmuck und – mit ihrer Haarpracht.

Denn nur einmal in ihrem Leben heißt es: der Zopf muss ab!

Entlang der Reisfelder und Dörfer auf dem Drachenrücken:

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