Jiuwu, Ping’an mit Bergrutsch, Schlangenschnaps & Wandern in den Reisterrassen von Longsheng

Heute im Stakkato. Es ist heiß, schwül und wir irgendwie ständig unterwegs. Zuerst in Jiuwu, dann in Ping’an, das wir nur zu Fuß erreichten, weil gerade ein Stück des Berges abgerutscht war. Dakann man zum Abend schon mal einen Schlangenschnaps gebrauchen, um am nächsten tag durch die wundervollen Reisfelder von Longsheng zu wandern.

Jiuwu

In einem alten Dorf, in Jiuwu. Die Häuser, in denen einst Ärzte, Bürgermeister und andere Intellektuelle lebten, verfallen. Die meisten sind leer, so dass wir die Tür öffnen. Da erblicken wir nicht nur an den Außentüren Reste von Mao-Bildnissen, sondern auch innen. Schönes altes Dorf-Klo, da kann man schon mal über die Trennwände hinweg mit den „Nachbarn“ plaudern. Jo!  🙂

Ping’an:

Ein Bergrutsch von vor einem Monat und seine Folgen zwingen uns zum Umwandern. +++ Großer Hit hier: Man hält seine Füße ins Aquarium und lässt sie von kleinen Barschen sauber knabbern.  +++ Zum Abend gibt’s dann: Schlangenschnaps. Eine echte Herausforderung. Denn der schmeckt muffig. Die anderen Schnapssorten, darunter ‚Langes-Leben-Schnaps‘, aber auch.

Wandern auf dem Rücken des Drachens

Etwa 100 km von Guilin entfernt leben in den Bergen bei Longsheng (Drachenrücken) die Zhuang und Yao, chinesische Minderheiten. Deren Frauen schneiden nur ein einziges Mal in ihrem Leben das Haar ab, mit 18 Jahren. Dann werden der alte abgeschnittene Zopf und das neue Haupthaar ein Leben lang auf dem Kopf umhergetragen. Alles kunstvoll drapiert. Und wenn man Glück hat, lassen die Damen ihr Haar rapunzelmäßig herunter. Sie sind geschäftstüchtig, 10 Yuan pro Nase und Zopf. Und hier gibt es die Drachen-Wirbelsäulen-Terrassen. Über schmale Pfade geht es von Dorf zu Dorf und bei 36 Grad durch die Reisfelder.

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