Eine echte Chinesin: die Kiwi

Ein flugunfĂ€higer Vogel, ein stolzer Einheimischer und eine Frucht – alle heißen Kiwi und haben irgendwie mit Neuseeland zu tun. Die Kiwi-Frucht stammt aus dem Inselstaat im sĂŒdlichen Pazifik, meinen viele Deutsche. Möglicherweise, weil die meisten Kiwis in unseren SupermĂ€rkten aus Neuseeland eingeflogen werden. Ein MissverstĂ€ndnis, denn ursprĂŒnglich stammen die krĂ€ftigen Lianen-Pflanzen aus dem SĂŒden Chinas.

Im Namen des Vogels

kiwibaum__pixabay_gemeinfrei

KiwifrĂŒchte: auf 100 g Frucht kommen 71 mg Vitamin C. Ballaststoffe und Mineralstoffe wie Kalzium. Magnesium und Kalium runden den Gesundheitscocktail ab. KiwifrĂŒchte sind botanisch gesehen – Beeren. | Fotos: CC0

Allerdings haben Neuseelands Nationalvögel den FrĂŒchten ihren Namen verpasst – Kiwi. Mit diesem kleinsten aller Laufvögel identifizieren sich die NeuseelĂ€nder so sehr, dass sie sich selbst als „Kiwis“ bezeichnen und gern auch alles andere nach dem nachtaktiven Kerlchen benennen: Kiwibank wĂ€re so ein Beispiel oder die staatliche Rentenkasse, die als ‚Kiwisaver‘ daherkommt. In den Kiwi-Clan hat sich auch die Kiwifrucht hineingekĂ€mpft, die eigentliche „chinesische Stachelbeere“ (Actinidia deliciosa), die aus der Wildart (A. chinensis) hervorgegangen ist. Vor rund 100 Jahren wurde sie in Neuseeland das erste Mal außerhalb Asiens in großem Stil angepflanzt und in den 50iger Jahren unter dem Markennamen „Kiwi“ exportiert. Mittlerweile wĂ€chst die haarige braune Frucht aber auch in Italien und anderen Teilen Europas.

So lĂ€uft’s – eine Kiwi schĂ€len

Der Vitamin-C-Gehalt einer Kiwi ist doppelt so hoch wie der einer Zitrone, allerdings vertragen sich Sahne, Quark und Joghurt Àußerst schlecht mit ihr. Denn das Fruchtfleisch enthĂ€lt ein Enzym, das die Milchprodukte bitter schmecken lĂ€sst. Viel saftig-grĂŒnes Fruchtfleisch gewinnen, so geht’s:

Direktlink via Lifehack | Quelle: pflanzen-lexikon.com

2 thoughts on “Eine echte Chinesin: die Kiwi”

  1. Interessant! Danke fĂŒr diesen Artikel! Ich muss dabei an die schrecklich sauren winzigen Kiwi-FrĂŒchte denken, die ich 1987 in Songpan gegessen habe. Das waren sicherlich die originalen Kiwis, klein wie eine große Stachelbeere. Die großen heutigen Kiwis schmecken sehr lecker und sĂŒĂŸ!

    1. Klein wie eine Stachelbeere – so hatte ich mir das vorgestellt. Danke fĂŒr den Beweis. Musste erst einmal die Karte aufklappen, um zu schauen, wo du 1987 zum Verkosten gesteckt hast. 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darĂŒber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.