Von Europa nach Asien: mit dem Rad

Eines Nachts wachte er auf und wusste – es ist so weit. Der Ingenieur kündigte seinen Job, überzeugte die Freundin von seinem Traum und radelte an einem schönen Maitag 2012 aus München hinaus in die Welt. Auf nach Bangkok! Ein Abenteuer, das eineinhalb Jahre dauerte, durch 23 Länder führte und letztlich in Bali endete.

Was ist das für ein Typ, der solche Sachen macht? GPS oder Karte, wie hat er sich orientiert? Was hat der Mann auf seiner Reise erlebt? Die Leute interessiert’s, zu meinem Erstaunen auch die Werderaner. Der Kinosaal  im Scala ist gut besucht, als Stephan Schreckenbach uns per Multimediashow „Cycling Eurasia“ auf seine Reise gen Osten mitnimmt. Wer neben beeindruckenden Landschaftsaufnahmen wissen will, wie man sich gegen aggressive Hunde-Rudel in Rumänien wehrt oder warum Aserbaidschaner vermuten, er sei zum Eurovision Song Contest unterwegs, der ist hier an diesem Nachmittag richtig. In China reiste der Abenteurer durch Landstriche, die ich weniger oder gar nicht kenne. Allein mit dem Fahrrad durch die Taklamakan, die zweitgrößte Sandwüste der Erde. Respekt. Durch das uigurische autonome Gebiet der Provinz Xinjiang weiter in Richtung Süden. Bilder und Geschichten lassen einem bewusst werden – das hier ist das Kontrastprogramm zur prosperierenden Ostküste des Landes. Im Winter durchquerte Schreckenbach den Himalaja, was nur geht, weil es hier so trocken ist und somit wenig Schnee liegt. Und egal, in welchem Land der Mann unterwegs war, überall waren die Menschen zu ihm gastfreundlich.


TIPP:
Wer selbst hören mag, welche Momente höchsten Radlerglücks, aber auch der Verzweiflung Schreckenbach erlebte – der Mann weilt noch in Brandenburg:
12.02., 18 Uhr, Urania Potsdam:  » ‚Cycling Eurasia‘ mit Stephan Schreckenbach


2 thoughts on “Von Europa nach Asien: mit dem Rad”

    1. Sehr unaufgeregt der Mann, kein Selbstdarsteller. .. Ganz klar, wenn man täglich um die 7 Liter Wasser in die Wüste mitnimmt und dann heult einem da plötzlich so ein Sandsturm um die Ohren, da muss mann dann eben nachts radeln, um zur nächsten Wasserstelle zu gelangen. Abends lassen die Stürme meistens nach. So einfach ist das, wenn man in der Wüste unterwegs ist. 😉

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