In China gibt es a) keine Sommerzeit und b) trotz der Größe des Landes nur eine offizielle Zeitzone. Es gilt die Pekinger Zeit, auch wenn die geographische Ausdehnung Chinas fünf Zeitzonen einschließt. Summa summarum: egal, ob in Ürümqi, Peking oder Shanghai, der Unterschied zur in Deutschland gültigen Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt plus sieben und zur europäischen Sommerzeit plus sechs Stunden.
Für Peking und Shanghai passt das gut. Doch in den westlichsten Landesteilen machen die Leute so erst um 15 Uhr Mittag. Warum? Weil es bereits 15 Uhr ist, wenn die Sonne im Zenit steht. Wie ein Land seine Zeitzonen einteilt, hängt von vielen Faktoren ab. Neben Politik und Geschichte spielen auch Traditionen, wirtschaftliche Gesichtspunkte, geografische Gegebenheiten und kulturelle Bindungen an Nachbarstaaten eine Rolle. So wollen die zehn Mitgliedsländer der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean*1 eine gemeinsame Zeitzone einrichten, in der die Uhrzeit mit der in Peking übereinstimmt – und so den Handel erleichtern.
Aktuelle Uhrzeit / Ortszeit: Shanghai, China
*1 – Asean umfasst Brunei, Indonesien, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos und Myanmar. | Quelle: dpa bei wallstreet-online