Chinas Tierwelt

Ungefähr zehn Prozent des gesamten Artenbestandes der Welt – findet ihr in China. Insgesamt leben hier 6300 Arten der Gattung der Wirbeltiere. Diese teilen sich auf in 2469 Landwirbeltiere, die sich wiederum einteilen lassen in rund 500 Säugetierarten, 1258 Vogelarten, 376 Reptilienarten und 345 Amphibienarten.

Dazu addiert ihr 3862 Fischarten. Das Meeresleben, v.a. an der Südküste, ist reichhaltig. Hier findet ihr Flundern, Kabeljau, Thunfische, Krabben, Garnelen und Tintenschnecken. Die Flüsse Chinas bieten wiederum Lebensraum für verschiedene Karpfenarten, Lachse, Forellen und Welse; seltene Arten im Jangtse sind der Chinesische Schwertstör, der vermutlich ausgestorbene Chinesische Fluss-Delphin (Baiji) und der ebenfalls vom Aussterben bedrohte Finnenlose Schweinswal.

Endemisch – leben nur in China

Zu den Tieren die nur in China vorkommen, und dort zum Teil nur noch selten vertreten oder sogar vom Aussterben bedroht sind, zählen:

Großer Panda

➡️ der Große Panda,
➡️ der China-Alligator,
➡️ der Südchinesische Tiger,
➡️ der Rotkamm-Kranich,
➡️ der Ohr-Fasan,
➡️ der Schopf-Ibis,
➡️ der Stumpfnasen-Affe,
➡️ der Ili-Pfeifhase, …

Zu den ausgestorbenen Tieren zählt u.a. der Chinesische Fluss-Delfin der nur im Jangtse vorkam. Auch den Ili-Pfeifhasen hatte man lange nicht gesehen.

Wiederentdeckt – der Ili-Pfeifhase

20 Jahre lang blieb der Hase verschwunden, der erst 1983 vom chinesischen Biologen Li Wei-Dong vom Xinjiang-Institut für Ökologie und Geographie entdeckt worden war. Jetzt hat er die seltenen Tiere erneut vor die Linse bekommen; unterstützt von vielen Freiwilligen, liefen gleich mehrere Exemplare in die Kamera-Fallen.

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Regional Map“ von CinColon – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Das süße Kerlchen lebt weltweit nur im abgelegenen Tian-Shan-Gebirge (seit 06/2013 UNESCO-Weltnaturerbe) im Nordwesten Chinas und ist höchst gefährdet. Experten schätzen, dass weniger als 1000 Exemplare dieser Art existieren. Seit ihrer Entdeckung schrumpfte der Bestand um 70 Prozent. In 57 % der Gebiete, in denen die Art vor 20 Jahren lebte, kamen sie 2005 nicht mehr vor.[2] Den Grund dafür sieht der Wissenschaftler vor allem in der Klimaerwärmung. Damals hätten die Tiere auf 3200 bis 3400 Metern Höhe gelebt, mit den steigenden Temperaturen haben sie sich auf 4100 Meter zurückgezogen. [1] Weiterhin werden zunehmender Fraß-Druck in den Verbreitungsgebieten sowie die wachsende Bevölkerung am Fuße der Berge als Ursache für den Rückgang vermutet. Die Chancen fürs Überleben der bislang wenig erforschten Tiere stehen schlecht: wegen der geringen Populations-Größe, geringen Nachwuchszahlen sowie einer begrenzten Anpassungsfähigkeit der Art.

Quellen:
» 1 – via Geo (abgerufen am 08.02.2016)
» 2 – via Ochotona iliensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: Andrew T. Smith, C. H. Johnston, 2008. (abgerufen am 08.02.2016)

» Grafik:„Regional Map“ von CinColon – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

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