So geht’s: Teetrinken in China

Das gemeinsame Teetrinken war und ist in China wichtig, um Freundschaften zu knüpfen oder auch Geschäfte abzuschließen. Dafür existieren Teehäuser, aber auch die Chinesen selbst bieten ihren Gästen gewöhnlich Tee an. Eine Unterhaltung ohne dieses Lebenselexier – undenkbar.

Teekanne01

Für einen neuen Aufguss: den Deckel einfach ein wenig schräg stellen …

Und da ist es, das Teewissen für Insider:

    • Zucker und Milch in den Tee? Oder Rum? Niemals. Da hört der Spaß auf.
    • Beim Ein- und Nachgießen auch die anderen am Tisch bedenken. Dabei gilt: den Älteren wird zuerst eingeschenkt.
    • Erst wenn alle Schalen gefüllt sind, beginnt man selber loszuschlürfen, langsam und – mit Genuss.
    • Dabei das Schälchen mit Daumen und Zeigefinger halten und von unten mit dem Mittelfinger stützen.
    • Jederzeit gibt es heißes Wasser für so viele Aufgüsse, wie gewünscht. Dazu, wie auf dem Foto, den Deckel der Teekanne schräg stellen.

Im Teehaus

 

7 thoughts on “So geht’s: Teetrinken in China”

  1. Das wird alles noch verrückter.
    Ich habe bei meinem China- Händler auch falsches Geld gefunden.
    OK, ich weiß das dies dem Ahnenkult dient.
    Silvester, ich, Falschgeld, draußen, abbrennen!
    Wenn das 1,2 Mrd. Menschen machen, kann es nicht verkehrt sein.
    Und dieses Jahr bin ich dabei!

    Grüße

    1. Mensch, Mensch! In dem Laden gibt’s ja so ziemlich alles. Dabei ist das Totenfest noch ein bisschen hin, am 4. April im nächsten Jahr.
      Muss man mal dabei gewesen sein. Letztes Jahr: Eine Tante packte Tüten mit Äpfeln und Bananen auf das steinerne Tischchen vor dem Grabstein, eine andere legte grüne Reiskuchen dazu. Die nächste Verwandte stapelte hinter dem Grabstein ein Dutzend gelbe Tüten mit Papiergeld aufeinander, … jeder hatte drei Räucherstäbchen in den gefalteten Händen, dann drei Mal vor dem Grab des Toten verbeugen und ihm eine gute Zeit wünschen, … . Plötzlich qualmte es. Und das ordentlich. Damit sich die Ahnen auch im Jenseits etwas leisten können, verbrannte die Familie das Papiergeld. Tja.

      1. Und obwohl ich keine einzigen Kinesen in meiner Ahnenreihe habe, und mir die Ahnenverehrung ziemlich fremd ist,
        ziehe ich die Nummer diese Jahr durch.
        Wem auch immer der „Reichtum“ nützt, völlig egal.
        Besser als „böse Geister“ vertreiben, die es bei uns ja garnicht gibt. 😉
        Silvester, icke freu mir darauf!

        Grüße

  2. Ist dass eigentlich noch Steingut oder bereits Porzellan?
    Das Chinesische Porzellan ist ja erstmals zum Ende des 17 Jhd. in Erscheinung getreten.
    Chinesisches Porzellan!
    Natürlich auch mit den exotischen „Frauenbildnissen“.
    Viel, viel später prägte der „Kaiser von China“ Umgangssprachlich, den Glauben an unermesslichem Reichtum.
    Es ist schon interessant, zu schauen, wo die Erzählungen/ Dichtungen unser deutsches Bild von Kina geprägt haben.

    Danke dafür.

  3. Danke für die Fortbildung!
    Ich habe bei meinem Haupt- Asia- China- Japan- Indien- Händler bereits entzückende, kleine Teekannen und Schalen gesehen. Max. 600 ml und 4 Schalen. Wirklich schönes Geschirr.
    In meiner Unkenntnis habe ich diese aber immer nach Japan verordnet, und Tee war zu diesem Zeitpunkt auch noch kein Thema für mich, geschweige denn Grüner Tee.
    (Japanische Teezeremonie- Matcha- Tee, Bambusquirl etc. Zu viel für eine Langnase wie mich)
    Aber mit meinem neuen Wissen um die kinesische Tradition mit 2-3 Aufgüssen, werden diese Service echt interessant.
    Ist ja bald Weihnachten! 🙂

    Danke und Grüße

    1. Ich sehe schon, ab dem 1. Weihnachtsfeiertag geht’s los mit der chinesischen Teezeremonie. 🙂

      Bekannt für seine Keramikherstellung ist Wuxi bzw. Yixing im Osten Chinas. Früheste Siedlungsfunde weisen auf eine Tonverarbeitung hin, die 5.000 Jahre zurückliegt. Auch heute stellen die chinesischen Keramiker traditionelles braunes Teegeschirr her, aber auch moderne Sachen.

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