Spät dran im Pflaumengarten

Der Park ist für chinesische Verhältnisse leer gefegt. Kaum Menschen? Das kommt mir seltsam vor. „Ihr seid zur falschen Zeit gekommen“, klärt uns wenig später der Inhaber eines Teehauses im Park bei einer Tasse grünem Tee auf.

Zur falschen Zeit. Klar. In den Pflaumengarten (Méiyuán; Chinesisch: 梅园) reist der kundige Chinese von Dezember bis März, wenn die 5.000 oder, je nach Lektüre, 10.000 Winter-Zierpflaumen in üppiger rosa Blüte stehen. Doch auch ohne die Farbenpracht bekommen wir einen Eindruck von den Ausmaßen jenes Geländes, das ursprünglich der Privatgarten eines höheren Beamten namens Rong und seines Bruders aus der späten Qing-Zeit war.

Im Teehaus

Teehäuser gibt es zwei auf dem Gelände. Ein wenig versteckt liegt unseres. Hier spielen die Leute chinesisches Schach und Go und trinken grünen Tee. Also auch wir. Wir plaudern mit dem Wirt, der hier oben auch noch eine Verkaufsausstellung mit Keramik und Malerei betreut. Später reicht uns der Mann zum Knabbern Lotoskerne.

Nur vereinzelt Menschen im Park, dafür jede Menge Arbeiter, die buntes Getier herbei schleppen – fürs Lichterfest in wenigen Tagen

Kleine Pflaumengarten-Kunde

Die Brüder Rong aus Wuxi gründeten den Garten 1912, der Öffentlichkeit wurde er 1955 übergeben.

Adresse: 
Hun Hill, Western suburb of Wuxi, Jiangsu 214001, China

Anreise: 
U-Bahn-Linie 2 bis Meiyuan Kaiyuan Temple Station(梅园开原寺)

Öffnungszeiten: täglich 7 bis 18 Uhr | Eintritt: 40 Yuan

Lageplan Pflaumengarten

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