Momentaufnahme: urlaubende Wasserbüffel

Im Jahr des Büffels, da sollte man ihn vorstellen. Unbedingt! Den Wasserbüffel. Es ist ein sehr besonderes Tier, das auf den Feldern arbeitet, aber auch absolute Freiheiten genießen darf. Wie ich das meine?

„Sie haben gerade Urlaub“, meinen die Chinesen vor Ort. Sie verfolgen unsere Blicke, die auf die badenden Wasserbüffel geheftet sind. Wenn sie nicht auf den Feldern gebraucht werden, treibt der Bauer sie ans Wasser. „Das ist gut für die Tiere, die sich mit nahrhaften Wasserpflanzen vollstopfen und gut für den Bauern, dessen Kulturpflanzen so verschont bleiben“, ergänzen sie. Während einige Wasserbüffel angeleint am Ufer des Li vor sich hin grasen, tauchen andere frei im Fluss herum. Dann nähert sich ein Büffel unserem Floß. …

Chinesen sind herzlos zu Tieren?

Ich bin überzeugt, der Wasserbüffel wird geliebt. Und während wildlebende Wasserbüffel stark gefährdet sind, muss sich sein domestizierter Verwandter keine Sorgen um seine Zukunft machen. Denn überall wo Reis angebaut wird, da wird auch er gebraucht, hauptsächlich zum Pflügen der Felder. Um die 0,25 Hektar schafft so ein Büffel an einem Tag. An mindestens zwei verschiedenen Orten haben die Menschen ihn vor 5000 Jahren domestiziert, in Indien und in Südchina. Die Tiere gelten als umgänglich und genügsam. Ihre sensible Seite: von Zeit zu Zeit brauchen sie ein kühlendes Bad, denn wegen ihrer geringen Anzahl an Schweißdrüsen reagieren sie empfindlich auf Hitze.

… Der Büffel an unserem Floß mag es gemächlich. Während wir verzückt den Auslöser fürs chinesischste aller chinesischen Foto-Motive drücken, zieht er malmend zu uns heran. Doch kurz darauf taucht er kopfüber unter Wasser und – ist verschwunden. Urlaub eben.

Quelle:
Tierlexikon (abgerufen am 05.03.2021)

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