Derweil im Harz: jeder fünfte – ein Chinese

Wenn Chinesen reisen, dann unbedingt in Gruppen. Und zu den Attraktionen. Neuschwanstein wäre so eine Option oder Berlin. Und Wernigerode? Ein junges Paar löffelt Eis beim Italiener, drei Mittzwanziger plaudern um einen Kneipentisch gruppiert, … . Ein Angestellter der Pfarrkirche St. Johannis berichtet uns von chinesischen Musikern in der Stadt. China und der Harz, da scheint was zu laufen. Nur was? …

Richtig was am Laufen hat die Technische Universität (TU) in Clausthal-Zellerfeld: sie kooperiert mit vier Unis im Reich der Mitte. Um die 500 bis 600 Chinesen haben sich an der TU eingeschrieben; jeder Fünfte der rund 3000 Studenten kommt aus China. Eine höhere Quote an Studierenden aus Fernost kann keine andere deutsche Hochschule vorweisen. Das Werben um Ausländer hat hier seit 1775 Tradition. Da hieß die Uni noch ‚Preußische Bergakademie‘. Heute zählt Maschinenbau zu den begehrtesten Fächern.

Mit chinesischen Musikern und Chören geht es weiter. Den Internationalen Johannes-Brahms-Chorwettbewerb im Juli 2015 in Wernigerode gewannen – Chinesen. Und auch wenn der Harz an Abwanderung und Leerstand leiden mag, neben den Studenten aus Fernost tauchte Schauspieler George Clooney in Wernigerode auf. Vom Rest der Welt (fast) unbemerkt, feierte der Mann hier seinen 52. Geburtstag – beim Chinesen, im ‚Orchidea‘.

——————-

Quellen: Danke, China | Clausthal – die chinesische Stadt Johannes-Brahms-Chorfestival | interkultur | George Clooney feiert Geburtstag in Wernigerode |

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.