Chang cheng – Große (lange) Mauer

Seit wir in Peking angekommen sind, regnet es. Mal mehr, mal weniger, am Abend oft so stark, dass wir unsere Ausflüge unterbrechen und uns aufs ‚chi‘, aufs Essen, konzentrieren. Mal hat uns ein Feuertopf gerettet, ein anderes Mal ein chinesisches Kaffeetrinken, das zum Langzeitprojekt ausartete. Als wir uns dem wohl berühmtesten Bauwerk des Landes nähern, der „Großen Mauer“, rauschen die Wassermassen derart heftig hernieder, dass wir uns trotz Regenponcho und Schirm in das kleine Hotel zurückziehen. Der letzte große Regen ist etwa ein Jahr her, sagen uns später die Einheimischen. Zum Nachmittag laufen wir dann doch los, mit unverhofftem Familienzuwachs: Einheimische des Dorfes wollen uns begleiten und haben sich für die individuelle Betreuung auf uns aufgeteilt. Nun, wir ahnen, wie es enden wird. 😉

Vielleicht wegen des Regens, vielleicht auch wegen der relativ großen Entfernung von 200 km zu Peking – wir haben die Mauer für uns allein! Hier draußen ist das Bauwerk zudem weniger intensiv restauriert und daher wunderschön. Abendessen gibt’s im Dorf, um 04:45 Uhr sind wir pünktlich zum Sonnenaufgang zurück. Und auch den zweiten Tag wird gewandert, besser geklettert, manchmal sogar auf allen vieren, weil die Treppen so steil sind.

Ein bisschen Hintergrund:

Chang cheng – lange Mauer – nennen die Chinesen die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende „große Mauer“.  6000 km windet sie sich über die Bergspitzen bis zur Wüste Gobi. Der Reichseiniger und erste Kaiser Chinas, Qin Shihunagli (221 -210 v. Chr.), ließ den steinernen Drachen als Bollwerk gegen die Steppenvölker aus dem Norden errichten.

Mit Ziegeln verkleidet und auf die heutigen Maße ausgebaut wurden die Wälle während der frühen Mingzeit. Zu dem Zeitpunkt entstanden auch die Wehrtürme für die Rauchzeichen.

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Der Tag nach dem Regen, siehe Fotos:

Unser Hotel an der Mauer

Kurz vor dem Sonnenaufgang

Sonnenaufgang über der Mauer

 

Ein Bauarbeiter auf einem Stück Mauer, das gerade saniert wird

Wir allein unterwegs

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